Hilfe bei Suchterkrankungen

Alkoholsucht – kein Tabu

Suchterkrankungen kommen in den besten Familien vor und entwickeln sich oft bei ausgesprochen sensiblen, empathischen und kreativen Menschen.

Auch unsere gesellschaftlichen Gepflogenheiten tragen dazu bei: Auf Erfolge wird angestoßen, zu Feiertagen gehören Champagner und Stress, ein Schnaps nach schwerem Essen soll die Verdauung fördern, ein „Feierabendbier“ wird schon Lehrlingen ans Herz gelegt. Wer nichts trinkt, macht sich verdächtig. Alkohol wird mit Dazugehörigkeit, Genuss, positiven Emotionen verknüpft.

Die Folgen:

  • Eine*r von zehn Berufstätigen konsumiert Alkohol in einem problematischen Maße*
  • Etwa 5% der Arbeitnehmer*innen sind Schätzungen zufolge alkoholabhängig – unter den Führungskräften bis zu 10%
  • problematisch Konsumierende fehlen 16mal häufiger als Kolleg*innen, die nicht bzw. wenig trinken
  • problematisch Konsumierende fehlen 2,5mal häufiger acht und mehr Tage
  • problematisch Konsumierende erleiden 3,5mal häufiger Arbeitsunfälle
  • problematisch Konsumierende sind 3mal häufiger arbeitsunfähig gemeldet
  • bei problematisch Konsumierenden tritt ein etwa 25%iger Verlust der Arbeitsleistung ein.

* Wann genau der Konsum problematisch ist, dazu gibt es verschiedene Definitionen – unter anderem: 20 bis 40 Gramm Alkohol am Tag bei Frauen bzw. 30 bis 60 Gramm am Tag bei Männern. 20 Gramm Alkohol entsprechen in etwa einem halben Liter Bier oder 0,2 Liter Wein. Doch auch, wenn jemand allabendlich Alkohol benötigt, um sich zu entspannen oder einzuschlafen (das sogenannte „Wirkungstrinken“) oder wenn ein Mensch in unpassenden Situationen trinkt, wie z. B. am Arbeitsplatz oder vor einer Autofahrt, gilt dies als problematischer Konsum.

Es gibt viele Wege, vorzubeugen, damit aus problematischem Konsum keine Sucht wird – und es gibt praxiserprobte Wege, die Alkoholkrankheit zu behandeln.

Ich, als Ihre Beraterin …
… höre zu und informiere zum Thema gesundheitlich unbedenklicher bzw. problematischer Konsum
… vermittle alternative Wege, Stress abzubauen, Entspannung zu finden und ein gutes Körpergefühl zu entwickeln
… vermittle weiterführende Hilfsangebote zu persönlichen und gesundheitlichen Konflikten
… unterstütze bei der Beantragung einer stationären Therapie, wo nötig
… unterstütze beim Finden eines ambulanten Therapieplatzes.

Kontaktieren Sie mich für konkrete Informationen: